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Situationsbericht

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Welche Kultur überlassen wir unseren Kindern?

Père Roger Mpongo Quelle culture allons-nous laisser à nos enfants ?

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Curiculum

Roger Rubuguzo Mongo
Roger Rubuguzo Mpongo, Bukavu, Demokratische Republik Kongo, feierte 2020 sein 30-jähriges Priesterjubiläum und zugleich das 10-jährige Jubiläum des 2010 von ihm gegründeten «Foyer de Paix Grands Lacs» (FDPGL), dem er als Präsident vorsteht.
P. Roger Rubuguzo Mpongo hat seine Dissertation an der Universität von Straßburg, am 14. Oktober 2008 unterbreitet und ist 2009 in seine Heimat zurückgekehrt. Von 2010-2016 lehrte er als Professor für Ethik und Moraltheologie an den theologischen Seminaren St. Pius X. in Murhesa und St. Jean-Paul ll in Goma sowie, unter anderen an der Kath. Universität von Bukavu.
Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Straßburg, insbesondere in den Forschungslabors für praktische Theologie und im Forschungsteam zum Katholizismus und den Beziehungen ELSASS-AFRIKA (ERCAL).
2012 initiierte P. Roger, im Rahmen des «Foyer de Paix-Kambehe» (FDP), den «Pôle Recherche et Pôle Social»» mit dem Projekt «Therapie durch Gemeinschaftsarbeit und Berufsbildung». Der Auftrag dieses «Pôle Recherche» hat als Ziel:
• Analysieren der sozialen Phänomene (Arbeitslosigkeit, Konflikte, Armut, Krieg, Krankheiten, Analphabetismus, Diskriminierung und Ausgrenzung schutzbedürftiger Personen usw.)
• Konkrete Maßnahmen vorzuschlagen, die geeignet sind, die Lebensbedingungen armer Familien zu verbessern, indem sie schrittweise begleitet werden, auf dem Weg zur finanziellen Eigenständigkeit im Hinblick auf die Einschulung ihrer Kinder. Der kostenlose Kindergarten des FDP-Kambehe setzt sich ein für diesen Schuleintritt, insbesondere für Mädchen, die in diesem Bereich lange diskriminiert wurden.
2013 ehrte die S.E.R. Stiftung DE/NL/CH (Fondation for Subjective Experience and Research) P. Roger Mpongo in Hamburg-DE mit dem "SER Reconciliation AWARD 2012"; dem Preis für Friede und Versöhnung im Bildungsprojekt der "Friedensschule - Les Lapereaux" in Bukavu des „Foyer de Paix Grands-Lacs“ (FDP), DRC.
2015 ehrte die S.E.R. Stiftung P. Roger Mpongo in Berlin-DE mit dem "S.E.R. Reconciliation AWARD
2014"; dem Preis für Friede und Versöhnung im sozio-ökonomischen Projekt: "Therapie durch Gemeinschaftsarbeit und Berufsbildung" des FDP-Kambehe, Kongo Sud-Kivu, Die S.E.R. Stiftung dankt P. Roger und ermutigt ihn für seine Friedens- und Versöhnungsmission in der Region der Großen Seen Afrikas.
2014 ernannte die kongolesische Regierung P. Roger Rubuguzo Mpongo als Professor und Forscher an das staatliche «Institut Supérieure des Techniques de Développement /ISTD» (Höheres Institut für Entwicklungstechniken) in Mulungu, 3 km entfernt von Kambehe. Dieser Lehrauftrag ist eine offizielle Anerkennung der Erfahrungen und der Innovationen von P. Roger Mpongo in ländlicher Entwicklung. Das Leitmotiv, das dieser Pädagogik zugrunde liegt, lautet: "se construire en construisant“ unter Berücksichtigung vieler Verletzungen im Zusammenhang mit wiederholten Kriegen in der Demokratischen Republik Kongo.
Seit 2016 ist Abbé Roger Rubuguzo Mpongo anerkannt als Mitglied von SOFTE: Ökumenische und Frankophone Seminare in Theologie der Ökologie, für eine christliche Vision des ganzheitlichen Umweltschutzes, in Theologie der Ethik und Spiritualität der Kath Universität Lyon.
Er gehört mehreren internationalen Forscherorganisationen an, darunter der Internationalen Gesellschaft für Praktische Theologie (SITP) und „The Catholic Theological Ethics in the World Church“ (CTEWC).
2019 erhielt P. Roger die partnerschaftliche Vereinbarung zwischen dem „Centre de Recherche en Sciences Naturells /CRSN-LWIRO“ (Forschungszentrum für Naturwissenschaften) und der „Association Foyer de Paix“ (AFP). Die wissenschaftliche Priorität liegt in der umfassenden Beachtung der Ökologie: Gemeinsam verpflichten sie sich über den Umweltschutz zu wachen und zugleich zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen der bäuerlichen Bevölkerung beizutragen.
Seit 2020 ist P. Roger assoziierter Forscher des CRDS (Centre de Recherche en Didactique des Disciplines et de Diffusion des Sciences au Burundi) und hält regelmäßig Vorträge an der Universität von Bujumbura in Burundi. Gemeinsame Projekte des AFP und des CRDS sind im Gange: Projekte, die die Wissenschaft in den Dienst der Gesellschaft stellen sollen. In ihrem gemeinsamen Programm stehen die Studenten ständig in Verbindung mit den Bauern, um die Art und Weise einer auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittenen Entwicklung zu überdenken und dauerhafte Lösungen zu finden.
2021 Verleihung des „Prix Ngoma Africa“ an A. Roger Mpongo, am 25. 04. in Bukavu, DRC.
Das Netzwerk der kongolesischen Vereinigungen für nachhaltige Entwicklung "RACODED-DRC, Asbl" ehrte A. Roger Mpongo für sein Engagement zu Gunsten der friedlichen Konfliktlösung, der Betreuung schutzbedürftiger Kinder, der Begleitung und Ausbildung junger Menschen in handwerklichen Berufen sowie des Zugangs zu Trinkwasser für die ländliche Bevölkerung von Kabare.
Am 1. Mai 2021 überreichte P. Roger den "Ngoma-Afrika-Preis" den begünstigten Mitgliedern des „Foyer de Paix“ in Kambehe; eine Zeit des Feierns und der Freude über diese Anerkennung auf nationaler Ebene.
Juni 2021, Wahl von Prof. A. Roger Rubuguzo Mpongo zum Vorsitzenden der nationalen Asb-Plattform "YOUTH FOR PEACE - DRC", von den Vertretern der ONGs der Jugend, die für Friede und nachhaltige Entwicklung tätig sind. Aktuell haben sich 17 ONGs der YFP-Plattform angeschlossen.
P. Roger ist Mitglied des UNESCO-Chairs und begleitet in dieser Funktion eine gemeinsame, konstruktive und ehrgeizige Vision. Diese bezieht sich auf Frieden und Unternehmertum, und zwar in einem umfassenden Programm bezüglich der allgemeinen Gesundheit und der Menschenrechte im Afrika der großen Seen, gemäß der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen resp. der UN-Agenda 2030.

Erika Brändle, Präsidentin des Vereins Amani Kwenu Schweiz

Sie können dieses Schreiben auch herunterladen als PDF .... hier >> [141 KB]
oder die französische Übersetzung ...... voie >> [139 KB]

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ASSOCIATION FOYER DE PAIX GRANDS LACS AFRICAINS

POLE RECHERCHE
Original Französisch

PROJEKT: THERAPIE DURCH BILDUNG UND GEMEINSCHAFTSARBEIT
Die wiederholten Kriege in der unteren Region der Grossen Seen Afrikas haben unzählige Strassenkinder hinterlassen und viele Witwen, die mit ihren Kindern alleingelassen wurden. Sie haben kein zuhause mehr und leben in den äquatorialen Wäldern, wie auch zahlreiche Jugendliche, die sich in der Gewalt von Miliz-Armeen befinden.
Von der prekären Ruhe profitierend, gründeten wir das Zentrum „Pôle Recherche“, um den Opfern begegnen, ihnen zuhören und sie begleiten zu können. Wir haben dazu folgende Programme erarbeitet:

1. PROGRAMM ZUR BETREUUNG VON JUGENDLICHEN EX-KINDER-SOLDATEN
durch das Angebot einer Berufslehre als Schreiner, Maurer, Schneider, Automechaniker
Berücksichtigt werden an erster Stelle Jugendliche aus Bunyakiri. Sie kommen aus einer Gegend, in der Trauer herrscht seit den Massakern im Jahr 2012, verursacht durch die alten rwandesischen Rebellen (FDLR).
Glaubt man den Aussagen der Jungen, so wurden sie als Minderjährige gezwungen, die Schule zu verlassen und zu den Waffen zu greifen, um ihre in die Wälder geflüchteten Familienmitglieder zu beschützen.
Dank der verbesserten Sicherheitslage sind seit längerer Zeit Gespräche möglich zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung, damit sie die Widerstandsgruppen verlassen, die Waffen ablegen und einen Beruf erlernen an der Berufsschule St. Joseph des FDPGL in Murhesa. Wir begleiten die jungen Männer hinsichtlich ihrer sozialen Wiedereingliederung. Dies erfordert gutes Zuhören, das Absolvieren einer Berufslehre und die Erfahrung einer Ethik des besseren Zusammenlebens…

2. PROGRAMM DER GEMEINSCHAFTS-ARBEITEN UND DER AUSBILDUNG IM SPAREN HINSICHTLICH EINES KREDITES FÜR DIE FRAUEN VON BUSHUMBA UND KAMBEHE

Wir begleiten rund zwanzig Frauen, die aus verschiedenen Gründen von ihren Gatten verlassen wurden. Unser Ziel besteht darin, sie aufzurichten, indem wir ihnen folgendes anbieten:
- EIN GRUNDSTÜCK FÜR GEMEINSCHAFTSARBEITEN:
jeden Monat werden sie ermutigt durch eine Prime, den Lohn für getane Arbeit – dies ist ein wirtschaftlicher Anstoss hinsichtlich ihres Lebensunterhaltes, der Schulbildung ihrer Kinder und der Gesundheits-Zusatzversicherung für die Familie.

3. DIE GRÜNDUNG EINER GEMEINSCHAFT UNTER DEN FRAUEN DER DÖRFER BUSHUMBA, KAMBEHE UND BUNYAKIRI.
Neben dem kommerziellen Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, der Saison entsprechend, sind wir daran, eine BRÜCKE DER FREUNDSCHAFT zu bilden unter den Müttern von BUNYAKIRI, den Familien unser Jungen - Ex-Kindersoldaten, und den Frauen und Müttern der Dörfern KAMBEHE und BUSHUMBA.
Dieses sind die ersten Vorzeige-Dörfer von unseren Aktivitäten! In ihrer freien Zeit helfen die Lehrlinge und die jungen Männer den Frauen und Müttern bei den Feldarbeiten, dem Aufforsten und besonders gerne bei der Ernte. Dies ist eine andere Form des familiären Lebens - auf afrikanische Art.

4. BRÜCKE DES SPORTES
Wir beabsichtigen, mittelfristig eine BRÜCKE DES SPORTES herzustellen zwischen den Jugendlichen von Kambehe, dem Ort der Resozialisierung der Ex-Kindersoldaten, und denen von Bunyakiri, ihrem Heimatdorf! Dank der erhaltenen Ausrüstung durch unsere Schweizer-Freunde wird dies zu realisieren sein!

DAS PROJEKT „THERAPIE DURCH BILDUNG UND GEMEINSCHAFTS-ARBEIT“ ist ein therapeutischer Weg. Er ist lang, aber bereits nach einem Jahr der Berufslehre lässt uns schon ein kleines Lächeln der Jungen - und deren Arbeit - hoffen, dass die therapeutische Wegbegleitung hilft, die tiefen Wunden von so vielen Familien zu heilen. Sie weinen noch immer um ihre Familienangehörigen, die während der wiederholten Kriege in der Region der Grossen Seen, verschwundenen sind.
Es ist ein wirklicher Wettlauf für einen dauerhaften Frieden und für eine permanente Versöhnung.

Père Roger RUBUGUZO MPONGO

Februar 2015
Erika Brändle, deutsche Übersetzung




PROJET:
THERAPIE PAR LE METIER PORFESSIONNEL ET LE TRAVAIL COMMUNAUTAIRE
Les guerres à répétition, dans la sous-région des Grands Lacs africains, ont laissé sur la rue beaucoup d'enfants, plusieurs veuves abandonnées dans les familles et, dans la forêt équatoriale, plusieurs jeunes enrôlés de force dans les milices armées.
Profitant d'un calme précaire, nous avons initié un POLE DE RECHERCHE pour, rencontrer, écouter et accompagner les victimes. Nous avons mis en place 3 programmes expérimentaux:




1. PROGRAMME D'ENCADREMENT DES JEUNES (EX-ENFANTS SOLDATS)
à travers les métiers professionnels dont la menuiserie, la maçonnerie, la coupe et couture, et la méca-nique automobile. La priorité a été accordée aux jeunes de Bunyakiri, un milieu tristement marqué par les massacres organisés par les anciens rebelles Rwandais (FDLR), en 2012.

A en croire les témoignages de ces jeunes, c’est dans le but d'assurer l'auto-défense de leurs villages que plusieurs parmi eux ont été contraints d'abandonner les études, alors qu'ils étaient encore mineurs, pour prendre les armes et sécuriser les rescaper de leurs familles.
Après une longue phase de conscientisation, de sensibilisation à quitter le maquis, à jeter les armes, à rejoindre l'école des métiers Saint Joseph, que nous avons fondée, notre accompagnement en vue de la réinsertion sociale de ces jeunes, exige un long moment d'écoute, d'apprentissage de métiers et leur proposer une éthique du mieux vivre ensemble...


2. PROGRAMME DES TRAVAUX COMMUNAUTAIRES DE FORMATION A L'EPARGNE EN VUE DU CREDIT POUR LES FEMMES DE BUSHUMBA ET KAMBEHE
Nous encadrons une vingtaine des femmes abandonnées par leurs maris, pour des raisons diverses. Notre but et de les mettre débout, en leur accordant:
- UN ESPACE DE TRAVAIL COMMUNAUTAIRE:
chaque mois, elles sont encouragées par une prime- un coup de pouce économique, en vue de leur subsistance, de la scolarité de leurs enfants et de la mutuelle santé pour la famille.


3. LA CREATION D'UNE COOPERATIVE ENTRE LES FEMMES DE VILLAGES DE BUSHUMBA, KAMBEHE et CELLES DE BUNYAKIRI.
A part l'enjeu économique d'échange commercial des produits agricoles, selon les saisons, nous comptons créer un PONT D'AMITIE ENTRE LES FEMMES de BUNYAKIRI (Les familles de nos jeunes - ex-enfants soldats) et les FEMMES DE KAMBEHE et celle de BUSHUMBA qui sont les villages pilotes de nos activités : très souvent les jeunes en formation, viennent rejoindre ces mamans dans les champs, pour le moment de reboisement ou de récolte, etc. Une autre forme de vie familiale à l’Africaine !




4. PONT DE SPORT
Nous envisageons, à moyen terme, la mise en place d'un PONT SPORTIF ENTRE LES JEUNES DE KAMBEHE lieu de réinsertion des ex-enfants soldats et BUNYAKIRI, leur milieu d'origine. Grâce à l’équipement offert par nos amis suisses, nous y arriverons !


VOILA UN ITINERAIRE THERAPETIQUE : il est long, mais déjà les petits sourires de nos jeunes et leurs œuvres (après seulement une année de formation) nous donnent à espérer que ce cheminement thérapeutique aura guérit les profondes blessures de tant de familles qui pleurent encore leurs proches disparus pendant les guerres à répétition dans la région des grands lacs. Un vrai parcours pour une Paix durable et une Réconciliation permanente.




Père Roger RUBUGUZO MPONGO

Février 2015

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